Stefan Sagmeister: Ich muss nicht lügen

sagmeister

Stefan Sagmeister ist einer der bekanntesten und zugleich begehrtesten Designer, wenn es um das Gestalten von Artcovers von LPs oder CDs geht. Im Interview mit mitStil verrät er, mit welchen Künstlern er besonders gern zusammengearbeitet hat, wie sich Design in Krisenzeiten verändert und was man als Nachwuchsdesigner beachten sollte.

mitStil: Sie haben unter anderem für so namhafte Bands wie die Rolling Stones oder Aerosmith gerarbeitet. Wie kann man sich das vorstellen? Sie setzen sich mit Mick Jagger an einen Tisch und er schildert Ihnen seine Visionen, oder waren Sie komplett frei?

Stefan Sagmeister: Bei den berühmten Bands handelt es sich meist um einen komplexen Prozess, da viel Geld von der Visualisierung eines CD-Covers abhängt. Im Falle von den Rolling Stones war es Mick Jagger sehr wichtig, dass eine Ikone geschaffen wird, die auch auf Baseballkappen und Lederjacken gut aussieht, “Synergy” war das Wort, das bei den ersten Treffen am Häufigsten fiel.

Ansonsten haben wir immer gearbeitet. Das heißt wir hören uns die Musik sorgfältig an und versuchen sie zu visualisieren. Jagger wusste, dass das Britische Museum eine ausgezeichnete Babylonische Sammlung besitzt ­ der Titel der CD war “Bridges to Babylon” ­ ich habe auch gleich das Britische Museum besucht, wo ich zum ersten Mal die Assyrischen Löwen gesehen habe, die dann letztendlich als Grundlage für die Ikone fürs Cover (als auch für hunderete andere Artikel wie z.B. einem “Bridges to Babylon” Bleistiftspitzer und Radiergummi) dienten.

mitStil: An welche Zusammenarbeit erinnern Sie sich besonders gerne?

Stefan Sagmeister: Immer wieder an die mit David Byrne, der unter Musikern einer der ganz wenigen ist, der sich mit visuellen Dingen wirklich beschäftigt. Wir haben einige Cover für ihn selber, für seine alte Band Talking Heads und für sein Label gestaltet. Vor ein paar Monaten haben wir das gesamte Material für das ausgezeichnete neue Album von ihm und Brian Eno “Everthing that Happens will Happen Today” designed. Er ist um vieles intelligenter als ich, und so kann ich bei jedem Treffen etwas lernen.

mitStil: Nun werden immer weniger CDs verkauft. Welche Konsequenzen hat das für Ihre Arbeit? Stirbt das Cover demnächst unter Umständen ganz aus?

Stefan Sagmeister: Das 12-Inch-Albumcover war ein Poster samt Rückseite. Das CD-Booklet steckte zwar in einer winzigen, grauenhaften und zerbrechlichen Plastikschachtel, enthielt aber durch die vielen Oberflächen die bessere Möglichkeit, um Geschichten zu erzählen. Beide sollten im Geschäft zum Hinschauen verleiten und wollen der Musik eine visuelle oder textliche Dimension hinzufügen.

Die CDs werden in absehbarer Zukunft auch in Deutschland (in Asien ist dies ja schon längst so, in den USA seit ein paar Jahren) zum Spezialistenprodukt verkommen (wie die 12-Inch heute), Musik wird samt Video-Animation im Heimunterhaltungszentrum heruntergeladen werden können. Das Verhältnis des Hörers zur Musik wird ein Anderes sein, der Stolz auf die Plattensammlung, die Identifikation mit Songs und Bands wird abnehmen.

Das alles stimmt mich nicht im geringsten nostalgisch.

mitStil: Sie kommen ursprünglich aus der Werbung. Gibt es grundlegende Unterschiede in der Gestaltung einer Anzeige und eines CD-Covers?

Stefan Sagmeister:
Ja. Der Gravierendste ist wohl, dass Anzeigen meist von Werbeagenturen gestaltet werden, deren Kreative sich selten mit den beworbenen Dingen identifizieren. Wir haben in der Regel Covers gestaltet, deren Musik wir selber wirklich mochten. Das hat allerlei Vorteile: Ich muss nicht lügen, ich treffe Leute, die interessante Dinge machen, und da ich an den Inhalten interessiert bin, überschneiden sich meine Interessen und die des Kunden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität dadurch besser wird ist groß.

mitStil: Krisen wirken sich oft unmittelbar auf Kunst, Musik und Film aus. Wird auch Ihr Stil düsterer – oder im Gegenteil positiver?

Stefan Sagmeister:
In New York war das Design zu Boomzeiten immer am miserabelsten, während der ersten Internet-Blase wurde fast ausschliesslich Mist produziert. Die Weltwirtschaftskrise macht mir daher große Hoffnung.

mitStil: Auf Ihrer Homepage haben Sie auch den Punkt “Answers for Students”, in dem Sie angehenden Designern Tipps geben. Wie sehen Sie die Chancen des Nachwuchs? Über welche Skills muss ein Designer, der künftig bestehen will, verfügen?

Stefan Sagmeister: Die Wichtigkeit des Standbildes wird weiterhin abnehmen. Alles, was animiert werden kann, wird animiert werden (mit teilweise grauenhaften Folgen für den Konsumenten). Unser Feld hat sich auf der einen Seite vom Handwerk her extrem spezialisiert ­ aus dutzenden Werkzeugen ist einzelnes geworden ­ und auf der anderen Seite unglaublich verallgemeinert: Ein Grafiker sollte heute photographieren, animieren, filmen, vertonen, komponieren, programmieren, Webseiten gestalten und Vieles mehr können. Junge Designer werden sich Ihren Weg mit Bedacht wählen müssen. Und viel arbeiten: Mehrere Fehler schneller machen.

Stefan Sagmeister hielt einen bemerkenswerten Vortrag beim Telekom Trendforum auf der Cebit, den man sich hier anschauen kann.

Anna Kournikova – Destination Fashion Show 2009

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Wir alle wissen, dass Anna Kournikova so viel mit Tennis zu tun hat, wie Angela Merkel mit Haarpflegeprodukten: Man hat’s mal versucht aber schnell aufgegeben. Eine Sache hat nämlich wesentlich mehr Dampf als ihre Vorhand und das ist definitiv ihre Erscheinung. Bei den diesjährigen Destination-Fashion-Shows in Miami kam Mrs. Kournikova in einem Latex-Rock, der dem Rest der Damenwelt auf diesem Event die Show gestohlen haben müsste. Sie kann es halt immer noch. Klasse kombiniert mit Sex. Gute Wahl!

via HCH

Lilly Allen – Q Magazine (April 2009)

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Ok, wir sind uns einig: Lilly Allen ist nicht als unwiderstehliche Amazone auf diese Welt gekommen und wir wissen auch, dass ihre Musik nicht jeden Geschmack trifft aber betrachtet man die Fotos der neusten Auflage des Q Magazines, glaubt man die junge Frau vorher gar nicht gekannt zu haben, oder viel schlimmer: Diese Frau auf den Fotos gar nicht zu kennen. Ein Fotobuch von Lilly wäre schon eine hochwertige Angelegenheit. Das neuste Shooting der Sängerin aus den UK sind nämlich mehr als stilvoll und Fotograf, sowie Model verdienen höchsten Respekt. Danke Lilly, gerne mehr!

Tessa Bergmeier – FHM (März 2009)

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“Germanys next topmodel” ist Frauensache? Dachten wir auch, bis wir diese Fotos gesehen haben. Tessa Bergmeier ist Anwärterin auf den beliebten Titel, der schon anderen Frauen zwei Monate des Ruhms gebracht haben und dann wieder verschwunden sind. Um möglichst nicht auf diese Art zu enden, macht sie genau das, was für anhaltenden Erfolg nötig ist: Die Hüllen fallen lassen! Zugegeben, es ist kein schlechter Anblick, doch ist ein Puff mit seinem Ambiente vielleicht kein geeigneter Ort für ein angehendes Supermodel, oder? Der Fotograf wird sich schon etwas dabei gedacht haben…

FHM

Victoria’s Secret Fashion Show Miami 2009

[BigBox]

[180-Rechts]Endlich war es wieder soweit! Victoria’s Secret holt wieder die Elite der Topmodels aus ihren Villen auf die Laufstege. Wie auch letztes Jahr war wieder eine Spitzenbesetzung für Seide und Spitze am Start und das Modelabel setzte wieder Akzente im Bereich der Dessous und Bademoden. Damen wie Miranda Kerr, Alessandra Ambrosio oder Adriana Lima waren wieder mit von der Partie. Hier die Videos mit den Highlights von einer der Fashionevents des Jahres. Als “Stargast” und musikalischer Act war dieses mal Usher vertreten, der hiermit Seal aus dem letzten Jahr ablöst.

[via Trends der Zukunft]

Victoria's Secret Fashion Show Miami 2009

[BigBox]

[180-Rechts]Endlich war es wieder soweit! Victoria’s Secret holt wieder die Elite der Topmodels aus ihren Villen auf die Laufstege. Wie auch letztes Jahr war wieder eine Spitzenbesetzung für Seide und Spitze am Start und das Modelabel setzte wieder Akzente im Bereich der Dessous und Bademoden. Damen wie Miranda Kerr, Alessandra Ambrosio oder Adriana Lima waren wieder mit von der Partie. Hier die Videos mit den Highlights von einer der Fashionevents des Jahres. Als “Stargast” und musikalischer Act war dieses mal Usher vertreten, der hiermit Seal aus dem letzten Jahr ablöst.

[via Trends der Zukunft]

Lindsay Lohan ohne Makel

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Es gibt wohl wenige Prominente, die so sehr polarisieren wie Lindsay Lohan. Die Einen halten sie für ein magersüchtiges Luder, das alles tut, um in die Schlagzeilen zu kommen, die Anderen sehen in ihr eine großartige und wunderschöne Schauspielerin und Sängerin. Fakt ist: Lindsay wird nie allen Kritikern gerecht werden können. Oder etwa doch?

Gibt es etwas an diesem Bild auszusetzen, dass der Designer, bis zur Winterkollektion in Diensten von Dior, und Fotograf Hedi Slimane geschossen hat? Vielleicht die Zigarette, die nicht politisch korrekt ist. Aber ansonsten sah Linday Lohan selten so makellos aus wie in dieser Fotostrecke.

via Les Mads

Gewinn das neue Givenchy-Parfum

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mitStil ist ein Lifestyle-Magazin, das sich hauptsächlich an Männer richtet. Darin geht es vor allem um Mode, Design, Autos, Musik, Möbel, Technik und Celebrities. Unser Anspruch ist es, aus diesen Bereichen stilvolle Themen zu finden, die Euch Spaß machen.

Wieso ich das erwähne? Weil wir gerne Eure Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Wir suchen einen neuen Untertitel für mitStil. Derzeit heißt es „mitStil – das Magazin für Männer“. Ich denke, das bekommen wir gemeinsam besser hin. Damit Ihr aber genau wisst, wo wir hin wollen, die kurze Einleitung.

Wer nimmt, muss auch bereit sein, etwas zu geben. Deswegen sollt Ihr nicht umsonst grübeln, sondern könnt eins von drei exklusiven brandneuen Parfums aus dem Hause Givenchy gewinnen. Pi Neo soll den Traum von Freiheit näher bringen und Grenzen überschreiten, Helden hervorbringen. Und das unter Einbeziehung der neuen Modalitäten, die durch die wissenschaftliche und High Tech-Revolution möglich werden. Pi Neo ist ein neuer, frischer, spritziger Duft.

Wie läuft das Gewinnspiel ab?

Bis zum 8. März könnt Ihr in den Kommentaren Euren Vorschlag für einen neuen Slogan für mitStil abgeben. Unter allen Einsendungen entscheidet sich das mitStil-Team für drei Favoriten. Diese haben den Preis sicher. Im Anschluss entscheidet erneut Ihr per Voting, welcher Vorschlag fortan für mitStil stehen soll.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und weisen darauf hin, dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist.

Mehr zu Pi Neo findet Ihr hier

Der Traum vom Fliegen – ICON A5

Die Gebrüder Wright, Otto Lilienthal und auch Dädalus und Ikarus aus der Antike – sie alle verband eines: Der Traum vom Fliegen, den die Menschheit wohl seit jeher hegte.
Dass das Fliegen ein bereicherndes Erlebnis sein kann, davon wusste nicht nur schon Reinhard Mey in seinem Lied „Über den Wolken“ zu berichten, sondern das kann sicherlich auch der ein oder andere aus eigener Erfahrung bestätigen. Der Flugsport verzeichnet derzeit wachsendes Interesse, den Flugschein für Sportflugzeuge, die „Ultraleichtfluglizenz“, kann man ohne allzu großen Aufwand bereits ab 17 Jahren machen. Der Traum vom Fliegen kann also mittlerweile durchaus von jedem von uns verwirklicht werden.

Was hält uns noch auf die Lüfte zu erobern? Am fehlenden Fluggerät soll es nicht liegen, das liefert nun der Hersteller ICON mit dem „A5“, einem Ultraleichtflugzeug (in den USA ein „Amphibious Light Sport Aircraft“).
Das „A5“ will ein Flugzeug für Jedermann sein. Alles ist einfach gestaltet, von Bedienung und Interieur her ähnelt es stark einem modernen Auto. Ebenso leicht soll auch das Fliegen damit sein, ganz nach dem Motto „Schlüssel rein und los“.

Das A5 von außen betrachtet
Zuallererst glänzt das Fluggerät durch die moderne, ansprechende Optik seines aus leichtgewichtigen Kohlenstofffasern gefertigten Flugwerks. Die Flügel des A5 haben eine Spannweite von etwa zehn Metern, das gesamte Flugzeug eine Länge von etwa sechs Metern; die Höhe beträgt circa zwei Meter. Die große Windschutzscheibe ermöglicht einen recht weiten Ausblick, zu Gute kommt einem beim Heraussehen auch die Tatsache, dass man die beiden Seitenfenster bei entsprechender Witterung in PKW-Manier herunterlassen kann, um den Fahrtwind zu genießen.
Die Flügel lassen sich einklappen, wodurch es einem auch ermöglicht wird, das ganze Gerät auf einem Autoanhänger hinter dem PKW herzuziehen. Die einfahrbaren Räder sollen für bequemes Landen zu Land und – man höre und staune – auch zu Wasser sorgen.

Einblick ins Innere des A5
Sitzt man im Innenraum soll man an die Einrichtung eines Sportwagens erinnert werden. Alles zu Steuerung notwendige ist auf eine intuitive Bedienung ausgerichtet. Zur Orientierung wurde an ein integriertes, modernes GPS-Navigationsgerät gedacht, für komfortables Sitzen gibt es zwei wasserdichte „Sportsitze“ mit einer Neigung von 25 Grad nach hinten.

Das A5 kann zwar tatsächlich im Wasser landen, damit das Fluggerät aber beispielsweise bei Motorversagen nicht im wörtlichen Sinne „baden“ geht, wurde auch ausreichend an die Sicherheit gedacht. Sollten einmal alle Stricke reißen, kann ein optionaler, außen am Flugzeug befestigter, großer Fallschirm einen möglichen Absturz sanft abbremsen.
Um überhaupt abheben zu können muss das A5 mit Flugzeugbenzin oder aber normalem Autokraftstoff betankt werden, was sicherlich der Flexibilität zugute kommt. Einmal in die Lüfte entschwunden legt das Fluggerät allerdings richtig los und kommt beinahe auf bis zu 200km/h.

Das A5 als Flugzeug für Jedermann – Lifestyle-Objekt der Zukunft? Das bleibt bei einem geschätzten Grundpreis von etwa 139 000 USD (knapp 110 000 Euro) wohl vorerst noch abzuwarten… .

Impressionen