Der Frühjahrs-Trend 2010: Bart

Foto: zululord / photocase.com
Das Phänomen des männlichen Bartes verursacht bei so manchem Mann (vielleicht auch Frau?) Kopfschmerzen. Es verhält sich dabei in etwa so wie mit der Frisur einer Frau. Die Frage ist immer: Was, wann und wie denn bloß? Ich möchte hiermit das falsche Vorurteile, ein Bart sei »schmutzig«, aus dem Weg räumen und den Weg frei machen für den modischen Trend dieses Quartals.
Eine Sache steht fest: Gesichtsbehaarung rockt. Warum das aus wissenschaftlicher Sicht so ungemein sexy ist und wie es dazu kam, verdeutlichen uns Biologen:
Der menschliche Bart ist hauptsächlich beim Mann vertreten. Er ist deshalb auch als sekundäres Geschlechtsmerkmal zu verstehen. Zudem wird der Bartwuchs hauptsächlich durch das bekannte Hormon Testosteron begünstigt.
Alles schön und gut, aber warum soll der Mann denn nun einen Bart tragen?
Im Tierreich unterliegen die Weibchen der sogenannten “Handicap-Theorie”, das heißt, dass sie sich Männchen aussuchen, die Signale aussenden, die sonst kein Anderer aussendet. Ich denke da an den farbenprächtigen Federschwanz eines Pfau. Je prachtvoller, desto besser die Gene.
Nicht anders verhält es sich mit dem Mann: Die Barttracht eines Mannes ist Zeugnis guter Gene. Der Glanz, die Länge und vor allem das Volumen hängt von der Menge des körpereigenen Testosterons ab. Viel Testosteron lässt den Bart prächtiger erscheinen. Paradoxerweise ist dieses Hormon aber auch ein Grund dafür, warum Männer eine Glatze bekommen.
Also spricht doch nichts gegen die Vollbehaarung im Gesicht, oder?
Theoretisch ja, aber die Realität sieht anders aus. Eine Erklärung hierfür geben uns die Psychologen:
Ein prachtvoller Bart steht für Kraft und Macht und ist somit zugleich angsteinflößend. Unterschwellig weiß das auch die Frauenwelt und so bezeichnen laut einer Statistik 70% der Damen uns Männer mit Vollbart als unsympathisch. Grund hierfür ist die Emanzipation. Frauen werden als “mündige” und vor allem “selbstständige” Personen erzogen. Für emanzipierte Singlefrauen entsteht ein innerer Konflikt, wenn sie das Symbol der Macht und Kraft antreten sehen. Es entsteht eine Abneigung, die sie davor bewahrt, sich zu unterwerfen.
Für Frauen in einer Beziehung spielt dies keine Rolle. Eher das Gegenteil ist der Fall: Männer übernehmen in einer Partnerschaft die Stellung des (nicht unbedingt) kräftigen Jägers und Beschützers. Ein Bart kann diese Position verstärken und dann ungemein attraktiv wirken.
Auch die junge Mode dieses Jahres erkennt diese Chancen und präsentiert sich in 2010 unter dem Aspekt des »Re-Gendering« – quasi eine »Wiederbelebung des männlichen Geschlechts«. Wie der Bart aussehen soll, ist ziemlich egal. Vorrangig der Vollbart, der 3-Tage-Bart und der Kinnbart gehören zu den Favoriten der männlichen Trendsetter wie Robert Pattinson oder Brad Pitt:
Also, liebe Männer, lasst euch nicht unterkriegen! Werdet wieder der attraktiven Mann mit Bart.
In diesem Sinne: Guten Bartwuchs!
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streetwear junkie says:
Bart = Frühjahrstrend 2010???
Jan 17, 2010, 16:06Kommt ein bißchen spät, wa? Die Bartomania gibts doch schon seit 2008…