“Ein Quantum Trost” – Warum Agenten immer noch rocken (und was Balzac damit zu tun hat)

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“Ein Quantum Trost”. Kaum ein Bond hat die Lager aus Fans und Kritikern so gespalten, wie der neuste Film der Agenten-Saga. Zugunsten der Kritiker, denn der neue Bond ist anders. Das tritt den eingefleischten Fans natürlich gehörig auf den Angenten-Schlips, aber wir sagen, warum Agenten immer noch rocken und die Welt einen weiteren James-Bond-Teil braucht. Warum die Liebste vorher einen Halt bei Balzac machen sollte? Wir geben die Antwort.

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Warum James Bond immer noch rockt
“TripleX”, “Die Bourne Identität” und viele andere Filme haben eine neue Ära des Action- und somit auch des Agenten-Genres eingeläutet: Kamerafahrten werden waghalsiger, die Schnitte werden schneller und die Handlungsorte sind häufig weit über Kopfhöhe. Selten wird gerastet, um zu besprechen, denn selbst dies findet während einer Schießerei in einem New Yorker Einkaufszentrum statt. Alles ist gefährlich, aber alles ist machbar.

Betrachtet man nach einer solche Retrospektive mal einen Bond-Film der alten Schule, wie mit Pierce Brosnan würde man einen alten Film der Serie nicht einmal mehr zum heutigen “Action-Schema” zählen können. Einen Grund, warum wir James Bond so lieben! Trotz aller Liebe muss sich aber auch ein Bond weiterentwickeln, um dem Anspruch des aktuellen Publikums gerecht zu werden. Eine Zielgruppe, die sich an Action ohne Pause, also ohne stilvolle Konversationen im Hauptquartier bei Gin oder Martini oder Liebesszenen mit dargestelltem Sex gewöhnt hat! James muss seine Geschichte also weitererzählen, anstatt die alten Bücher auszukramen. Da kommt Daniel Craig als neuer Darsteller des “Agenten mit Stils” gerade richtig. Denn die Welt braucht Bond, um die Welt der Action aufzumischen und zu zeigen, dass die “neue Action” austauschbar ist, eine Legende aber nicht.

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Warum Kritiker und Fans aus dem selben Lager stammen
Selten brachte ein Bond eine solche Diskrepanz an den Tag: Darf der stilvolle Bond zu so einem Rowdy, einem solchen Draufgänger werden und, viel schlimmer, zu so einem Stil-Film werden? Er muss, denn die Zeiten ändern sich. Handys haben Touchscreens, Aston Martin kürzt die Auftritte ihrer Luxusautos in den Filmen und übergibt das Zepter an Ford und was viel wichtiger ist: Bond ist zwar “ein alter Hut”, hat sich mit “Ein Quantum Trost” aber dennoch selber neu erfunden. Denn ein Hamburger Radiosender sagt es schon sehr treffend: Der Mix machts! Warum nicht also das Alte und das Neue verbinden, um den ultimativen Film zu schaffen? Kritiker bezeichnen ihn als Desaster, weil der alte “Bondstil” zu kurz gekommen ist. Selbe Stimme schallt auch aus dem Fan-Camp. Aber woher die Scheu vor dem Neuen? “Minimal” heißt jetzt auch “REWE” und alle bezeichnen es als Fortschritt.

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Geschüttelter Martini oder Caramel Lacchino?
Das sich die Action-Kurve des Films selten senkt und zu Beginn des Films auf einer Action-Skala von 1-10 gleich auf 9 beginnt, zeigt sich stark beim schwächeren Geschlecht. Rein statistisch ist jede vierte Frau in “Ein Quantum Trost” nach etwa 10 Minuten eingeschlafen und ist erst kurz vor dem Ende aufgewacht. Ein guter Grund vorher einen Coffeeshop aufzusuchen und sich mit einer Ladung Zucker und Koffein in den Film zu stürzen, insofern man sie überhaupt bewegen kann, um einen ballernden Agenten auf der Leinwand zu betrachten. James Bond ist etwas für Jungs und seit “Ein Quantum Trost” mehr dennje.

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